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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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58 Von den Vernunflschlüssen.

Heiken ab. I» beyden Fällen sucht sie aus gegebenenErkenntnissen andere, noch nicht bekannte, zu finden,und heißt daher auch das Vermögen zu schlietß e n. So schließet man z. B. aus dem Urtheile,daß zwey Größen, die einer dritten gleich sind, untersich selbst gleich seyn müssen; ferner aus dem Satz,daß ein gegebener Triangel und ein gegebenes Qua»dral einem gewissen bestimmten Vierecke gleich sind,einen dritten Satz, daß der Triangel und das Luardrat auch in Ansehung der Fläche gleich seyn müssen.

Die Verbindung solcher drei, Urtheile, worin dasdritte aus den beyden vorhergehenden folgt, heißt darher ein Vernunftschluß (rstiooiniu-n, «^UoAis-mus). Die etymologische Bedeutung von Schließen,Schluß, leitet auf ein Zusammenfassen vom Mannigrfaltigen zu einer gewissen Einheit, oder auf eine Volrlendung in der Erkenntniß. Die Untersuchung ist alStdann einstweilen geschlossen, wenn das Unbekannte nu-deln Bekannten gefunden worden ist. Sie kann aberin den meisten Fällen noch weiter fortgesetzt werden,wenn an den gefundenen Schluß andere geknüpft wer«den (wie sich in der Folge weiter zeigen wird).

Das Vermögen zu schließe» ist die vorzüglichsteThätigkeit des Geistes, weil sie vom Einzelnen aufsAllgemeine, vom Endlichen aufs Unendliche, geht.Auf ihrer richtigen Anwendung beruhet die Scheitdüng von Wahrheit und Zrrthum, die grenzenloseErweiterung des Gebiets unserer Erkenntnisse, unddie Einsicht in die möglichen Arten der Täuschungenund Fehlschlüsse. So wie bey den Urtheile» untereckciden wir auch bey den Vernunflschlüssen die Form