Druckschrift 
1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
Entstehung
Seite
157
Einzelbild herunterladen
 

Metaphysik.

-57

Z. 208.

- Ein ausgedehntes Ding im Räume hat eine! Länge, Breite und Dicke, oder es hat dccyAbmessungen. Sein Raum ist von Flächenbegrenzt, die nur eine Länge und Breite, aber keineDicke haben. Die Grenzen einer Fläche sind Linien,welche eine Lanye aber keine Breite und Dicke haben.Die Grenzen der Linie auf beiden Seiten find Puncte,die gar nicht ansgedehnt sind, und weder Länge, nochBreite, noch Dicke haben.

! §. soy.

^ Von der Quantität eines Dinges kann man einem

^ Andern keine deutliche Vorstellung geben, wenn nichtein gewisses Maaß genennt wird, womit dasselbe ge-messen worden ist, z.. D. um einen deutlichen Begriffvon einer römischen Meile oder persischen ,Parasangezu haben, muß man wissen, wie viele unserer Schuhe,

, Ruthen, oder Schritte sic lang scy. Die 'Größe ei-nes Landes muß durch Quadratrulhcn oder Quadcat-, Meilen bestimmt werden; und die Größe eines Körpers' oder seines Raums durch Eubikrulhen, oder der-gleichen.

Uensura und IVIensni'nrnin müssen von einerlei Artseyn: d. i. Linien müssen durch -Linien, Flächen durchFlächen, und Körper durch körperlul,e Räume gemessenwerden. Jede endliche Größe läßt sich durch eine Zahlausdrücken: eine unendliche Größe läßt sich in keiner nochso langen Zeit durch ein Maaß, es mag noch io groß seyn,j «uSmessen, und also durch keine AqHl ausdrücken.

! §. 210 .

Die Qualitäten eines Dinges sind solche Be-! schaffenheiten, welche einem Andern deutlich gemacht