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Logik oder Vernunftlehre.'
wirksam seyn. 'Entweder werden einzelne Vorstellun-gen verbunden, woraus Begriffe — oder es wer-den mehrere Begriffe verbunden, woraus Urtheileentstehen — oder durch die Verbindung mehrerer Ur-theile wird ein neues Urtheil.gefolgert, wodurch Ver-nunftschlüsse zu Stande kommen. Das Vermö-gen der Begriffe heißt Verstand (in engerer Bedeu-tung), dgs Vermögen der Urtheile Urtheilökrast,und das Vermögen der Schlüsse Vernunft.
I. Von den Begriffen,
ß. ioS.
Aie Sinnlichkeit ist das Vermögen, durchGesicht, Gehör, Geschmack, u. s. w. unmittel-bare Vorstellungen von Gegenständen zu erhalten.Diese heißen Anschauungen. Der Verstandvereinigt das Mannigfaltige der Anschauungen in ei-ne Vorstellung. Diese mittelbaren Vorstellungenvon Gegenständen heißen, Begriffe. Z. B. vomMenschen, vom Triangel u. d. gl. überhaupt.Ein Begriff ist also eine Vorstellung', welche mehrereVorstellungen unter sich begreift, die durch ihn alsin eine Einheit verbunden sind. So ist z. B. der Be-griff vom Triangel überhaupt die Einheit, durch wel-che wir di?Vorstellungen von allen spitz-stumpf-undrechtwinklichten Triangeln als verbunden denken.
Bey allem Denken kommt seht viel darauf an, daß sichder Mensch, deutliche Begriffe von den Gegenständen ma-che, über die er'Nachdenken will. — Bloße.Wörter, wo-bey wir uns nichts denken, sind keine Begriffe. DennWörter sind bloße Zeichen von Begriffen, uud wenn wiruns nichts dabey.voribellen, leere Töne»
§. loy.