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7 (1847) [Hex - Jus]
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Jn-irecte Steuern.

Steuern den Dürftigsten gewähren kann, gar nicht stattsindel. Selbst der Bettler ^muß die Korn-, Bier- und Weinaccise zahlen, wenn er aus dem Armenpfennig sich einStück Brod oder einen kleinen Labetrunk anschafft. .

3) Zudem läßt sich — was ein weiterer Verwersungsgrund ist — das wahre Ge- !

wicht dieser Steuer, sowohl für den Einzelnen als für die Gesammtheit, durchaus ^

nicht, auch nur mit annähernder Genauigkeit, bestimmen. Zudem Bruttoerträgederselben im Ganzen oder der davon jeden Einzelnen durchschnittlich treffenden Quote >(und wie schwer ist schon die letzte zu berechnen!) müßte nehmlich noch beigesetzt werden die ^Härte der Entbehrung, welche wenigstens der Aermere der Steuer willen sich auslegt, >sodann die Verkümmerung oder völlige Verhinderung so manches — sonst Vortheil ver- ^heißenden, durch die Steuer jedoch mit Verlust bedroheten oder unmöglich gewordenen —Handels oder Geschäftes, endlich die Menge der Plagereien, Freiheitsbeschränkungen,Unannehmlichkeiten aller Art, welche die Einhebung der indirecten Steuern, wenn De-fraudation verhütet werden soll, unausbleiblich Mit sich führt, und welche für Manchenweit lästiger sind als die Steuerentrichtung selbst.

4) Solche mit der Erhebung der indirecten Steuern nothwendig, theils wenigstens

natürlich verbundene Freiheitsstörung, Geschäftshemmung, oft auch durch dieinquisitorischen Maßregeln zugefügte persönliche Kränkung oder Demüthigungmacht gleichfalls ein nicht ungewichtiges Argument gegen diese Steuern aus. Keine derdirecten Steuern —wenn einmal das Steuercapital ins Reine gebracht, folglich nur noch !

vom Einzuge die Rede ist —> verursacht irgend welche Beschwerden oder Störungen, die >

mit jenen, welche die indirecten unaufhörlich oder Tag für Tag begleiten, auch nur ver-gleichbar wären. Man gedenke namentlich der — oft selbst tyrannischen —> Mauth-gesetze und der durch sie nicht nur den wirklich Zollpflichtigen, sondern der gesammlen !Bevölkerung (z. B. dem Gränzdistricte im preußischen Zollvereine) und allen Reisenden, !ohne Unterschied, zugehenden Quälereien und Beschränkungen! Und dazu kommt noch !die — eben durch die vielen nöthigen Aufsichts - und Controlanstalten verursachte —- großeKostspieligkeit der Verwaltung, welche den Rein- Ertrag der indirecten Steuern, ver- iglichen mit deren Roh-Ertrage, gegen jenen der directen ausnehmend herabsetzt, also denSteuerpflichtigen eine in eben diesem Verhältnisse erhöheteLast ohne irgend einen Vor-theil der Stagtscasse auflegt. >

5) Was aber noch das Schlimmste ist: die indirecten Steuern sind, wenigstensgroßentheils und unter gewissen Umständen, der Volksmoralität in hohem Gradegefährlich, bringen Unzufriedenheit mit der Regierung hervor, ja, reizen nicht selten zuförmlicher Widersetzlichkeit gegen die Staatsgewalt und zu anderen Verbrechen. Es ge- jschieht zumal in dem Verhältnisse, als sie hoch und die Anstalten gegen den Unterschleifstreng sind. Je höher z. B. die Accise, je höher der Zoll ist, desto stärker — weil gewinn-verheißender — wird die Versuchung zur Defraudation oder zur Einschwärzung. DieSchwere der Strafen, die davon abschrecken soll, reizt blos zu größerer Vorsicht und fei-nerer List, oder auch, wenn die Entdeckung geschehen und Flucht nicht möglich.ist, zuverzweifelter Gegenwehr und verbrecherischer Gewaltthat. In der theueren Accise, indem hohen Zoll sieht der gewöhnliche Verstand mehr nur eine faktische Bedrückung als einerechtlich begründete Forderung; und solche Vorstellung beschwichtigt das sonst den Unter-schleif verdammende Gewissen. Einmal aber aus der Bahn der Gesetzwidrigkeit befindlich,schreitet man leicht weiter und verliert bald überhaupt die Achtung gegen Gesetz und Recht. !Die Regierung ihrerseits, erbittert durch die steigende Frechheit der Defraudanten und um

— pflichtgemäß — die redlichen Bürger (z. B. die den Zoll entrichtenden Kaufleute gegen- "über den Schmugglern) vor dem ihnen durch den Unterschleif der unredlichen zugehendenNachtheil zu bewahren, steigert im Maße der zunehmenden Uebertretungen ihre Strengtund geräth dergestalt leicht in ein Uebermaß derselben, wodurch sie mit der öffentlichen ,Meinung und dem moralischen Gefühle des Volkes sich in Widerspruch setzt und die un-mittelbar von dem strafenden Arm Bedroheten zum Widerstande, zu meuterischen Eom-ploltsn, ja zu einer Art von Bürgerkrieg reizt. Die Geschichte der — zumal auf Lebens-nothwendigkeiten, wie z. B. das Salz, gelegten — hohen Accise, sodann die Geschichte s