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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
Entstehung
Seite
219
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Acsthetik.

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r) diejenigen Anwendungen der bildenden Künste,wodurch Produkte der mechanischen oder blosangenehmen Künste zugleich Gegenstände des Ge-schmacks werden, die ästhetisches Vergnügen er-wecken. Hierher gehöret vorzüglich die schoneBaukunst. Diese stellt in öffentlichen undPrivatgebauden, in Wohnhäusern, Pallästen,Tempeln, Erabmälern, u. s. w. Gegenständedar, die nicht nur'durch Einheit und Mannig-faltigkeit und dtrrch eine leicht bemerkbare Ord-nung und Regelmäßigkeit,. durch Proportionund Symmetrie der Eheste, unmittelbar in derAnschauung gefallen, sondern auch bald durchein lustiges, fröhliches Ansehen das C-emüthaufheitern und zur Munterkeit stimmen, bald'durch das Große, Prachtvolle, Erhabene ernsteRührung und Bewunderung bewirken, bald nochandere Gefühle, als Schwermuth, Traurigkeit,u. s. w. erwecken. Hierzu komme» noch man-cherlei plastische Verzierungen, z. B. Säulen-gänge an Prachtgebauden, Laub- und.Schniz-werk, Gesims u. d. gl. welche die Kunst demCharakter und der Bestimmung des Werks soauzupassen weiß, daß darüber der Haupteindruck,die Würde und edle Einfalt des Ganzen, nebstdem Ansehen der Festigkeit und Daücrhaftigkeit,nicht verloren gehet. Zu dieser etstern Klaffegehören auch alle Gattungen der Verschönerung,wodurch Plastik und Malerei unzählichen Actenvon Geräthschasten und Meubeln, den Tapetender Zimmer, selbst den Kleidungsstücken, ver-mittelst der Formen und des Kolorits, ästheti-sche Reize ertheilen.