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Aesthetik.
schönen Künste entweder den Gegenstand, der die be-absichtigte Gemüthsbcwegung zur natürlichen Folgehar, lebhaft Lar, (z. B. durch Abbildungen, Be-schreibungen); oder sie kopiren blos die Gefühle undLeidenschaften, ihrer Natur, ihrem Gang und ihrenAbwechslungen nach, ohne den Gegenstand derselbendarzustellen, (dies geschieht z. B. in der Musik undGebärdcnkunst); oder sie verbinden diese beiden Mit-tel der Rührung mit einander, (welches häufig ver-INittelst der redenden Künste, besonders im Schauspielegeschieht). Wergl. h. 257. --- Hierbei istwohlz»bemerken, daß Leidenschaften, die, wenn..sie durchwirkliche Gegenstände erweckt werden, gewöhnlich un-angenehm und beunruhigend sind, (z. B. Mitleid,Hurcht, Säzrecken rc.) so oft sie blos durch Kunst het-vorgebracht werden, das Gewüth vielmehr angenehmju unterhalten pflegen. Denn da man sich bewußt iß,daß man nicht Wirklichkeit/sondern bloße Nachahmungvor sich siehek; so ist es auch mit den dadurch erweck-ten Gefühlen nie ganz'Ernst; und diese wachsende-her auch nur bis zu einem sehr mäßigen Grade na,der eher geschickt ist» das Gemüth anziehend zu-be-schäftigen, als mißvergnügt zst machen. Bergt).2Zy. Alles Ekelhafte muß von diese/künst-lichen Nachahmung ganz ausgeschlossen bleiben.
§. 272. '
Bott den vorzüglichsten allgemeinen Eigen-sschäften» die alle schöne Kunstwerke haben müssen,berühren wir nur folgende: gröstmögliche Si nnlich-!keit, worunter man nicht nur lebhafte Anschaulich-'keit für die äussern Sinne und die Phantasie, sondersauch di« Kraft, auf die inner» Gefühle jU wirkch