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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
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198
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Aesthetik.

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§. 261.

Es darf ein widersinniger Gegenstand oder Aus-tritt nicht eben lautes Lachen, sondern nur das in-nere Gefühl des Lachens erregen, um ko-misch zu heißen. Jede plötzlich und unerwartetwahrqenommene Ungereimtheit bringt ein lebhaftesSpiel der Vorstellungen, und vermittelst desselben einbekagliches Spiel der Lebenskräfte im Körper hervor,welches Aufheiterung und Munterkeit des Gemachszur Folge hat. Erreicht dieses belebende Spiel einenetwas hohen Grad; so bricht es in wirkliches La-chen aus, welches dann zu einer theils angenehmen,theils gesunden Leibesbcwegung dient.

Das Lächerliche ist nicht nur eine Quelle des Vergnü-gens, sondern cs läßt sich im Lustspiele, in der Sa-tyr e, u. s. w. auch ein sehr nützlicher Gebrauch davonmachen. Was die Absicht, Sachen zu erregen, verfehlt,heißt matt, abgeschmackt, läppisch.

Das Komische wird eingctheilt: r) in das edleKomisch e,, welches sich nie weit von den Sitten undder Denkungsart der gebildeter» Stände eines Volks odereines Zeitalters entfernt: hierher gehört besonders daiheroische Komische, wenn kleine, unwichtige «d:rgar niedrige Gegenstände mit einem gewissen Pompe zurSchau gestellt, z. B. im höhern Dichterstyle besungen wer-den, wie im komischen Heldengedichte; 2) indas niedrig e Ko misch e, welches durch völlige Ab-weichung von Le» Sitten und der Sprache der gebildeter»Stände den höchsten Grad des Lächerlichen erreicht, z. B.Possenspiele, Krayestirungcn, rc.

§. 262.

Das Lächerliche ist mit sanfter Rührung verbun-den. im Naiven. Das Naive ist das höchst