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1 (1817) Erfahrungsseelenlehre, Logik, Metaphysik und Aesthetik
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196
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Aesthetik.

«ung, Sehnsucht, Mitleiden, u. s. tv. theils die ge»ringern Grade jedes andern Affekts, z. B. der-Reue,des Kummers, der Freude, der Traurigkeit, u. d>gl. — Zn's Gebiet des'stark-N ü hrend en, Pa-thetischen gehören alle Affekte, die das Gcmüthnicht mäßig bewegen, sondern heftig erschüttern, z.B. Schrecken, Entsetzen, Abscheu, heftiger Schmerz,Verzweiflung u. s. w. ^ .

Oft steigt das Pathos bis zum Erhabenen, und er»"weckt innige Bewunderung und Hochachtung. Hierhergehören z> B. fester Muth in gefahrvollen Unternehmun-gen zur Rettung des Vaterlandes; hohes Vertrauen aufdie Vorsehung, ec. ec. Auch das sanft Rüh ren de istzuweile» sehr erhaben, z. B. gelassene Großmuth bey har-ten Beleidigungen ; stille Geduld in schweren Leiden, rc. —Wenn der blos erkünstelte Ausdruck starker Leidenschaftenbis zur Vernichtung aller Natur und Wahrheit und gleich-sam bis zur Wuth getrieben wird; so entsteht diejenigeArt des Frostes» welche Parenthyrsus heißt.

§. 259.

Alles Nährende und Leidenschaftliche in Naturlind Kunst, alles, was'Gcfuhlc Äusdrückt und bewirkt,hat einb'große und ausgebreitete Herrschaft über diemenschlichen Gemächer. Es gefallen aber nicht nur. diejenigen Gemülhsbewcgungen, die an sich angenehmsind und die Seele ausheitern, als Freude, Hoffnung;sondern gar oft auch solche, die sonst an sich unange-nehm sind und das Gemüth Niederschlagen oder beun-ruhigen, als Mitleiden, traurige Schwermuth u.d. gl. Der Grund dieser Erscheinung liegt vorzüglichdarin, weil jene obgleich an sich beunruhigenden Ge-fühle, zumal(. wenn sie gemischter Nittur, oder durch