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hingegen bey dem andern unsre Wahl baldgetroffen ist. Der Mann von ungleicher Ge-mülhsstinimung weis niemahls was er will,und man kann nie aufseine Entschlüsse bauen;denn jeder Augenblick sieht ihm andrer Mei-nung. Die veränderliche Laune ist das Kenn-zeichen einer schwachen Beurkheilung, dennsie legt heute durch ihre Kälte die Reue überden Icrtbum ihrer gestrigen W<chl an denTag, und die Gleichgiltigkeit, welche sonahe auf ihre Liebkosungen folgt, iss einemrechtschaffenen Manne weit kränkender, alsihm seine ersten Freundschaftsversicherungenangenehm gewesen sind.
An die Häßlichkeit gewöhnt man sich,nie aber an eine üble Laune; diese ist dasGift der Gesellschaft, der Vergnügungen,der Liebe und aller Zeitkürzungen; undüber-dieß führen Personen von übler Laune fastdurchgängig einen bittern und herrschsüchti:gen Ton. Man bringt es mit der Zeit da-hin, die wildesten Thiere zu zähmen; aberüble Laune wird, vorzüglich bey den Wei-bern , mit der Zeit immer ärger.
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