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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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sichere Begleiter und lasse sie lieber vorausgehen, als Nachfolgen.

Bittest du von jemanden etwas, somuß es nie seinem Beutel zur Last fallen,oder viele Arbeit erfordern. Dem Freundewird es genug seyn, ihm merken zu lassen,daß du der Sache bedürfest; befriedigt erdeinen Wunsch nicht, so wird ers auch aufdein Bitten nicht thu». Beweise dich aberdankbar für das Empfangene, damit ereben daraus merke, daß du was Ne^rswünschest. Willst»du um eine wichtige Sa-che bitten , so sprich von ganz freMcn Din-gen, und erkläre bloß, wie im Dorbeygc--hen dein Verlangen. Die Großen bitte sehrbehuthsam , denn sie denken sehr leicht, manwolle ihnen vorschrciben. Zu Fürsprechernbediene dich der angesehensten Personen -> alsder Kinder bey den Aeltern, bisweilen auchdieser bey jenen; nur bediene dich nicht sol-cher , die mit dir einerley Wünsche haben.Die schicklichste Zeit zum Bitten ist, wennder, den man bitten will, vergnügt ist,j. B. an einem festlichen Tage und nachaufgehobener Tafel; nur nicht, wenn erschläfrig ist, oder sich mitten unter andern