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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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zu loben oder zu tadeln haben und immernach Geheimnissen forschen, die entferne von >dir; sie können dir viel schaden.

Zerhaue mit Niemanden gleichsam alsmit einem Hiebe die Freundschaft, selbstdann nicht, wenn du beleidigt worden,gleichsam aus Haß; sondern erst, nachdemdu wieder versöhnt und vor Liebe für ihnzu glühen scheinst, löse sie unvermerkt undauf eine sanfte Art auf. Auch nachher nochgehe mit ihm um und wenn es die Gele-genheit fordert. so sprich mit ihm, jedochkurz und gleichsam als in Geschäften. Bitteihn auch bisweilen zu Tische, damit es nichtscheine, als wärest du bloß damahls seinFreund gewesen, als du seiner Hülfe be-durftest.

Es gibt Menschen, die nicht leben kön-nen, ohne Uneinigkeit und Verwirrung an-zurichten. Diese scheinen dazu geboren zuseyn, weder sich noch Andere in Ruhe zulassen. Kannst du das Feuer solcher Men-schen nicht auslöschen, so suche wenigstenszu verhüchen, daß es nicht in verheerendeFlamme auöbreche.