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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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Es ist schwer, dm schon rege gewor-benen Zorn zu unterdrücken; es ist deshalbam weisesten, ihm nicht Raum zu geben.Fliehe deshalb jede Gelegenheit, welche dichin Hitze setzen könnte, und kommt der An-laß zum Zorn unerwartet, so strebe nurerst dahin, daß zwischen der Zeit, daß dudeinen Zorn auSlassen willst, doch wenig-stens noch einige Augenblicke verfließen,und du dürftest dann die dich anwandelndeThorheit cinsehen lernen.

Der Zornige, welcher seine Leidenschaftunterdrückt, denkt schlimmer, als er redet;und der Zornige, der seinem Zorne Wortegibt, redet schlimmer als. er denkt.

Wie Wasser die verzehrende Flammedämpft, so löscht eine sanfte Antwort diebrennende Hitze des Zornigen; oft wandeltsie deinen Feind in einen Freund um.

20. Scy nicht rachsüchtig.

( 2 ich nach einer empfangenen Beleidi-gung rächen zu können, ist allerdings eingroßes Vergnügen; allein eine schöne Seele