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des einen Mißbrauch davon. Traue Weni-gen! ist ein schöner Spruch; aber noch bes-ser ist der: Traue Niemanden, den du nichtgenau kennst. Die Neigungen der Menschensind so unbeständig, daß derjenige, welcheruns heut mir Liebkosungen überhäuft, unsviekkdicht morgen mit einem Hasse verfolgt,welcher nichts als unserm Untergang ahtmet,so daß also das, was wir jemanden, denwir für unfern Freund hielten, vertrauethaben, nach seiner Umänderung ihm zu einerWaffe dienen kann, womit er uns mordet.Welche Freundschaft wir daher auch für ei-nen Andern fühlen, so will doch die Klug-heit, daß wir in Betreff deS Vertrauensmit gehöriger Vorsicht handeln. Ein wei-ser Mann sitzt auf der Wurzel seiner Zunge,aber ein Narr gaukelt auf deren Spitze.
Es gibt ein Mittel zwischen übertrie-benem Mißtrauen und zu allgemeinem Ver-trauen.
Voreiliges Mißtrauen ist ein sicheresZeichen eines verderbten Herzens und einesschlechten Charakters.
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