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ner Affectation, und was affectirt ist, istnicht wirklich. Oft geht die Affectation sowett, daß Männer aus verderbtem Geschmackein weibisches Ansehen affectiren, undWei-ber ohne zu erröthen sich Freyheiten erlau-ben, welche sich bloß die Männer nehmen.Solche sind der Natur ein Greul und ver-nünftigen Leuten ein Abscheu. Uebrigensdient die Affectation nur dazu, eines jedenGebrechen an den Tag zu bringen, da man,um einen affcetirten Menschen richtig zu be-urtheilen, nur das Gegentheil von allem,was er sagt und thut, anzunehmen braucht.
Der Affektation verdankt die Welt ihrganzes Geschlecht von Haasenfüßen. DieNatur zeichnete in ihrem ganzen Drama nieeinen solchen Charakter; sie schuf zuweileneinen Narren, aber einHaasenfuß ist immerdes Menschen eignes Machwerk.
Einige Leute affectiren mit ihren Ge-schäften zu prahlen, scheinen immer alleHände voll zu thun zu haben, ohne irgendetwas Wesentliches zu verrichten; derglei-