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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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Viele Frauenzimmer bemühen sich rechtangelegentlich listiger zu scheinen, als siewirklich sind, aber solch eine erzwungeneList gefällt eben so wenig als erzwungenerWitz.

Delikatesse, Feinheit und Zartheit desGefühls, bescheidene Sitrsamkeit und jenebezaubernde Röthejungfräulicher Anständig-keit , das sind die holden Gcschlechtstugen-ben, die das Weib veredeln, die selbst derblendendsten Schönheit, dem schönsten Gei-ste den Kranz entwinden, und mit unwi-derstehlicher Macht aufMännerherzen wirken»

Unverletzliche Treue, gute Laune undgefällige Gemüthsart an einer Gattinn über-leben alle Reitze eines schönen Gesichtes undmachen den Verfall desselben unmerklich.

Unschuld ist die schönste VlütheIn des Mädchens frischem Kranz.

Unschuld rührt den edlen JünglingInniger, als Schönheitsglanz.

Die erste Pflicht, die heiligste vor allenDes schönen Weibes ist: dem Manne zugefallen.

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