Druckschrift 
Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
Entstehung
Seite
68
Einzelbild herunterladen
 

68

Matt spreche auch der Liebe alles ab;das Einzige kann man ihr nicht nehmen ,daß sie unS menschlicher macht. Wer nichtliebt, ist rauh, unempfindlich und furcht-bar. Menschenleben ohne Liebe, ist wie ei» ge-mahltesFeueres leuchtet, aber wärmt nicht.

Die Liebe beschimpft, wenn Hochach-tung nicht dabey ist. Beyde smd nicht voneinander zu trennen. Eins folgt dem An-dern.

Liebe findet nicht Statt unter gleich-tvnenden, aber unter harmonischen Seelen.

Die Liebe flieht davon, jemehr mansie verfolgt; sie folgt dem, der vor ihrflieht, und flieht den, der ihr folgt.

Frauenzimmer, die zu Vielen ge-fallen wollen, gefallen Keinem ganz.

Diele Mädchen glauben ihre Liehaberweit fester an sich zu knüpfen wen» sie ihnengewisse Freyheite» erlauben; aber geradedieß ist es, wodurch schon mancher lirbe-kranke Jüngling genesen ist.