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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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gleitende Eifersucht hat ein gewisses Elwas,welches das Vergnügen, so uns der Be-sitz des geliebten Gegenstandes gewähret,weit fühlbarer macht. Die Liebe scheuetniemand, und schont weder Geschlecht nochAlter. Bey der Jugend verweilt sie, umin ihrem natürlichen Glanze zu erscheinen;will sie aber Spott und Lachen erregen,so entflammt sie die Alten. Uebrigens istsie erfindsam, und weis selbst das Unmög-liche möglich zu machen; denn sie macht denFeigherzigen muthig, den Geitzigen zum Ver-schwender, den Stolzen demülhig und be-scheiden und den Weisen zum Thoren.

Echte Liebe, die auf Tugend gegrün-det ist, kann eben so wenig sterben, alsTugend selbst.

Mit der echten und wahren Liebe isteS wie mit den Gespenstererscheinungcn.Alle Welt redet davon und weis davon vielzu erzählen, aber nur wenig Menschen ha-ben sie gesehen.

Die Liebe bringt in den Weibern selt-same Verwandlungen hervor; die Stolze