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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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Das Wünschen ist die wahre Schwind-sucht thörichter Menschen. Es verzehrt alleihre Freuden.

Wer immer mehr begehrt, ist geradeauf dem Wege, nie zufrieden und glücklichzu seyn, weil des Begehrens kein Ende ist,und wenn du durch den Besitz der Dingedeine Begierde» zu befriedigen vermeinst, sogleichst du demjenigen, welcher das Feuermit hinzugeworfcncm Stroh oder aufge»schütterem Ochle löschen will.

Wenig Bedürfnisse haben, ist wahrerReichthum.

Um sich denen, die viel haben, gleichstellen zu können, muß man nur wenigwünschen. Wer seine Begierden beschränkt,leidet keinen Mangel, wer vieles wünscht,dem fehlt vieles.

Sey dir selbst genug, so darfst duwenig der Welt. Lebe dir selbst und suchedein Glück nicht außer dir, so wirst duzufrieden bleiben.