Da heißt's: aus dem Herzen hinausgefegtJede zartere, mildere Regung;
Auf den Schädeln des Feindes wird Münze geprägtvon westfälischer Sechzehner-Prägung.
<v zartere Regung, o mildes Gefühl,wie schwer bist du oft zu entbehren IBei Detailexerzieren und KampfesgewühlKann man dich nur von ferne verehren.
Doch hier meine Acten erwähnen euch nichtBei der blut'gen Rubrik „Kannibalen",verzeichnet hat hier euch die weltgeschicht'
Als fromine, als biedre Westfalen. '
Drum braucht eure Hand an des Schwertes HeftNicht allstündlich im Tage zu liegen;
Ls denkt der Westfale: Zuerst das Geschäft,
Und nach dem Geschäft das Vergnügen.
Und wenn etwas Zeit vor dem Zapfenstreich,
Und die Mühe des Tages getragen,
Dann wird's so gefühlvoll, so menschlich weichZn Sechzehners Herze und Magen.
Gesegnet sei, wer da das Vaterland liebt,
Ich notir' ihn hier in diesem Bande,
Und wer einem tapfern Soldaten was gibt,
Der gibt es dem Vaterlandei
2. lebendes Bild.
Ein Lechzehner wird in einer herrschaftlichen Küche mit liebenderHand von der Köchin bedient; die Frau des Hauses erscheint in derThür und erhebt entsetzt die Hände zum Himmel. Der Lechzehnerversteckt eine Flasche wein, in der schon der Pfropfenzieher eingebohrt,hinter seinem Rücken. Die Köchin macht mit der einen Hand eineabwehrende Bewegung gegen die Gnädige, mit der andern eineschützende gegen ihren Musketier.