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Erika : eine Tragödie
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Irinfter Auftritt.

Lin Ehepaar, dann Erika, begleitet von einem Mönch, wird zumRichtplatz geführt. Adelaide. Bürger. Volk.

Mann.

Der arme Kerl!

Frau.

Er hat jetzt seinen Lohn —

Da bringt man auch die Hexe schon.

Mann.

Wie jung, wie hübsch! mich dauert das arme Wesen.

Frau.

Ihr Männer seht nur immer aus's Gesicht —

Auf Seelenwert und Tugend seht ihr nicht.

Was pflog sie Umgang mit dem Bösen?

Ihr wird dafür, was sie verdient, gescheh'n —

Möcht' alle Hexen so verenden seh'n.

Mann (mit einem Blick auf seine Frau).

Und ich nur eine.

Sonst keine! (Erika wird zur Hinrichtung geführt, neben ihr ein Mönch.)

Mönch.

Nun, Kind — fühlst du im Herzen wahre Reu',

Daß du dich mit dem Teufel eingelassen?

's ist Zeit — jetzt gleich wird dich der Henker fassen,Dann ist's vorbei!

Erika.

Ach — Pater — eine Bitt' an Euch —

Hab' schon gerechnet mit dem Himmelreich,

Hab' auch erwecket Reu' und Leid,

Nun — die paar Augenblicke Zeit,

Die mir noch bleiben vor der Grabestür —

Ach — laßt sie mir —

Möcht' mich noch einmal in mich selbst versenken.

Des Lebens liebsten Traum noch einmal denken!