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Erika : eine Tragödie
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Zweiter Aufzug.

Ein dürftiges Gemach in der Burg des Ritters Kunz von Greifenklau,rechts ein Fenster, zu dem mehrere Stufen hinaufführen.

Krster Auftritt-

Ritter Kunz. Gottfried und Kaspar, mehrere Lasser untersuchend.Erika steht dabei und leuchtet mit einer Kerze.

Ritter Kunz.

Was mag denn wohl in dieser Kiste sein?

Gottfried (die Kiste untersuchend).

Falerner ist's an die zweihundert Flaschen.

Ritter Kunz.

Pah — Dirnen mögen dran zum Frühstück naschen —

Für meinen Kaiser ist's kein Wein.

Vom Rheingau muß ich für ihn alten haben,

Daß er sein deutsches Herz dran kann erlaben.

Daß er darin ersäufen kann vielleicht

Den Kummer, der den Schlaf von ihm verscheucht.

Kaspar.

Der könnt' vielleicht in jenem Fäßlein rinnen —

Ritter Kunz.

Zapf an! — versuchen wir einmal, was drinnen.

(Kaspar zapft das Faß an.)

(Versuchend.) Bei allen Teufeln — ja — das ist der rechte!Ich wollt', daß sich mein Kaiser drin bezechteAllabendlich, bis früh die Hähne kräh'n —

Dann würd' zuletzt sein Trübsinn doch vergehn.