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Festspiel zur Feier des 90jährigen Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers Wilhelm I. am 22. März 1887
Entstehung
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<Man hört den Rcgimentsinarsch tlaien.)

Husar:

Trara! Da reitet die Schwadron nach Haus,

Die weggebracht des Regiments Standarte.

tEr tritt an'S Fenster.)

Ha — Preußens Reiterjugend, derbe, harte,

Wie stolz siehst Du auf deinen Rossen aus!

Wenn wir auch heut nicht vor dem Feinde stehn,

Ich fühl' die Reiterlust im Herzen brausen.

Als säh' ich um mich die Standarten weh'n,

Als gält's in den geschloss'nen Feind zu sausenDas Hochgefühl es kommt, ich glaube fast.

Weil heut das ganze Heer des Kaisers Gast,

Weil's heut aufschaut zum hehren, wunderbaren.

Zum muth'gen Kaisergreis von 90 Jahren. —

Der Geist, der ihn fast ein Jahrhundert langDurchwehet hat — er faßt in mächt'gem DrangUnd zauberhaft heut alle seine Schaaren. —

— Doch wer kommt dort im dumpfen Geisterschritt,Jst's ein Husar? — Jst's einer unsrer Brüder.

Wenn auch die Uniform von fremdem Schnitt,

Den Bogel kennt man leicht an dem Gefieder,

Doch ist's auch ein Husar — vielleicht ein Feind!

Halt, wer da!

(Er zieht seinen Säbel.)

Husarengeist:

So, Kamerad, ist's nicht gemeint.

Du glaubst wohl, daß ich bei dem Feinde diene?Ich bin mit Dir vom selben Regiment,

Wenn uns auch Zeit und Raum ein wenig trennt,lind meine Farbe ist, schau her, die grüne.