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Dem zarten, von so vielen Übeln gefährdeten, und leichtverletzbaren Auge drohen insbesondere zwey Hauptfeinde: dergraue und der schwarze Staa r. Beyde verursachen Er-blindung.
Der graue Staar entsteht, wenn die Krystall-Linseso verdunkelt oder verdichtet wird, daß sie keine Lichtstrahlenmehr durchgehen laßt. Er kann dadurch gehoben werden, daßman in den Augapfel einen Einschnitt macht, und sodann dieKrystall-Linse entweder aus ihrer Stelle seitwärts drückt, odersie ganz heraus nimmt. Man sieht ohne die Krystall-Linsezwar viel schwächer, aber dennoch, da ein Bild auch ohne sieentstehen kann, weil die wässerige und die gläserne Feuchtigkeitebenfalls die Strahlen brechen und wieder vereinigen. Vielebedienen sich nach der Operation, besonders zum Lesen, derso genannten convexen Staarb rillen, um die Strahlen-brechung , welche durch die fehlende Krystall-Linse vermindertwird, zu verstärken.
Der schwarze Staar ist unheilbar, da er durch Läh-mung und gänzliche Unempfindlichkeit des Sehnervs und dervon demselben gebildeten Netzhaut entsteht.
Körper, wornach sie nur gewisse Farben des Lichtstrahles durch-laffen.
s) Auf der verschiedenenBrechung der Lichtstrahlen, welche,obschon sie weiß erscheinen, doch aus mehreren einfachen Farbenbestehen, die sich erst bey der Brechung einzeln darstcllen.
Nach dieser Theorie haben z. B. rothe Gegenstände eineOberfläche, welche die sechs übrigen Farben des Sonnenlichtesverschluckt, und nur das rothe Licht zurück wirft. Körper vonweißer Farbe haben eine Oberfläche von der Beschaffenheit,daß sie das auf sie fallende Sonnenlicht nicht in seine einfachenFarben zerlegt, sondern es in derselben unzertheilten Mischungwieder zurück wirft. Dagegen haben Körper, die uns imLichte schwarz erscheinen, eine Oberfläche von der Beschaf-fenheit, die all« Lichtstrahlen verschluckt, also keinen in unserAuge zurück wirft. Das Ausführlichere dieser Theorie gehört indie Raturlehre.
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