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1 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
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Jrrthum wurde dadurch veranlaßt, daß man bemerk»/ gewisseTheile im menschlichen Körper/ z. D. das Gehirn/ das Rücken-mark/ einige Eingeweide u. s. w., seyen von so äußerst zarterBeschaffenheit/ daß mit ihrer Verletzung die ganze Organisa-tion plötzlich zerstört werden kann.

Die Verbindung und der wechselseitige Einfluß zwischenKörper und Seele wird erst dann vernichtet/ wenn die Bc-standtheile des Körpers nach chemischen Gesetzen aufgelöset wer-den. Nach dieser Scheidung hört auch der menschliche Körperauf, organisch zu seyn, und geht in das Reich der unorgani-schen Körper über.

§. 4 -

Das Nervensystem.

Die eigentlichen Verbindungsmittel zwischen Körper undSeele sind die Nerven. Durch sie wirken beyde auf ein-ander.

Die Nerven sind weißliche markige Fäden, die in Bün-deln gleichlaufend neben einander liege», so daß mehrere solcherBündel einen Nerv ausmachen. Diese Nerven sind, nachVerschiedenheit ihrer Bestimmung von verschiedener Starke,verbreiten sich durch den ganzen Körper, und stehen mit ein-ander in gemeinschaftlicher Verbindung.

Mehrere Nerven, die sich mit einander verflechten und durch-kreuzen , werden Nervengeflechte oder Nervenzweigegenannt. Das vorzüglichste dieser Nervengeflcchte ist das sogenannte Sonnengeflechte, welches sich hinter dem Ma-gen und in der Gegend der Herzgrube befindet.

Mehrere Nervenzweige werden mit einander so innig ver-bunden, daß sie Nervenknoten bilden. Eine Reihe solcherNervenknoten laust zu beyden Seiten des Rückgrathcs herab.

Alle Nerven des ganzen Körpers überhaupt machen zu-sammen das,N erv en sy ste m aus.

Die Akafse der Nerven (das Fluidum, der Nervengeist)ist der nähmliche markige Stoff, aus welchem das Gehirn be-