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1 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
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Gegenstand und Umfang der empirischenPsychologie.

Ä^ir unterscheiden im Menschen Geist und Körper. DieErscheinungen, welche aus der Verbindung, dem wechselseiti-gen Einflüsse und Verhältnisse beyder im Kreise der Erfahrunghervor gehen, machen den Inhalt der empirischen P sy-chologie oder Erfahrungs-Seelenlehre, von welcherdie Resultate jener Erscheinungen in eine systematische Ordnungzusammen gestellt werden.

Der Mensch, als geistig-sinnliches Wesen mit seinen dreyHauptvermögen: dem Vorstellungs-, Gefühls- und Bestre-bungs- oder Begehrungsvermögen, befindet sich entweder ineinem naturgemäßen folglich gesunden, oder in einem natur-widrigen also krankhaften Zustande.

Hiernach gibt die Erfahrungs - Seelenlehre:

а) eine Theorie der Geisteskräfte (verstand, Einbildung,Gedächtniß, Urtheilskraft, Witz, Scharfsinn, Genie, Ta-lent u. s. w.);

d) eine Theorie des Gefühls (Arten der Gefühle undAffeete: Freude, Betrübniß, Hoffnung u. s. w.);

c) eine Theorie des Triebes (Wille, Leidenschaften,Stolz, Ehrgeitz u. s. w.);

б) eine Theorie der gesunden und krankhaften Zustände.(Zustand des Wachens, Schlafens und Träumens. Blödsinn,Verrücktheit, Nachtwandel, Schwärmerey u. s. w.)

§. 2.

Organische und unorganische Körper.

Da der menschliche Körper die materielle Hülle oder dasOrgan ist, wodurch die Seele oder der Geist mit der sinnlichen