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keil, und werden Reif. Es sind Ausdünstungen, so fernsie sich von einem dichten Körper absondern, wie die A u s-dünstungen aus der Erde, aus den Pflanzen u. dgl. —Dämpfe sind die höchste Gattung sichtbarer elastischer Flüssig-keiten, die nicht durch die Kälte verdichtet werden können.So sieht man in dem gläsernen Reeipienten die Dämpfe,die durch die Kochsalzsäure aus der Eisenfeile entbunden werden.Diese Dämpfe sind Rauch, wenn sie aus Sachen entstehen,welche verbrannt werden. Düfte sind solche elastische Flüssig-keiten, die nicht von der Kälte können verdichtet werden, undnicht sichtbar, sondern nur dem Sinne des Geruches empfindbarsind, wie der Duft der Blumen. Sind sie zugleich sichtbar,so sind sie, so fern sie sichtbar sind, Dämpfe, und wenndiese aus dem Verbrennen entstehen, Rauch. Durch dasVerbrennen des Weihrauchs entsteht Dampf und Rauch."
t>) Die Synonymik bildet den Verstand und übt denScharfsinn. Zugleich zieht sie uns auch durch den Reiz desVergnügens an, welches sie bey solchen Übungen gewährt^selbst dann, wenn diese nichts als ein geistreiches Spiel mibsinnverwandten Wörtern wären, ohne zu einem ernsthaftenGebrauche zu dienen.
c) Die Synonymik befördert den richtigen und gutenStyl.
Über die Synonyme fremder Sprachen bemerkt Eber-hard: „Eine der größten Schwierigkeiten bey der Erlernungeiner fremden Sprache macht immer die Unterscheidung derAusdrücke, deren Bedeutungen einander in einem merklichenGrade ähnlich sind. Es ist daher natürlich, daß solche Aus»drücke dem Fremden anfangs sich nur in ihren rohen und unbe-stimmten Umrissen darstellen, und ihn oft zu Mißgriffen ver-leiten, die dem Eingebornen bisweilen ein zwar unwillkühu-liches, aber sehr unverbindliches Lächeln abdringen. Der Fremdewird erst nach und nach und mit'vieler Mühe mit der ganzbestimmten Bedeutung und dem genauen grammatischen undästhetischen Werthe der Wörter bekannt, und es ist daher kein
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