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wird eine klare Übersicht gewonnen, alles Dunkle möglichstaufgehellt, das Ganze dem Gedächtnisse besser eingepragt, undder Scharfsinn geübt; oft werden dadurch sogar neue Ideengeweckt, und Berichtigungen der Ansichren des Autors ver-anlaßt.
5) Man schreite vom Leichteren zum Schweren, und er-laube sich, theils zur Vermeidung einer einseitigen Bildung,theils um dem Geiste, nach dem Studium streng wissenschaft-licher Gegenstände, die norhigen Ruhepuncte zu gewähren,einige Abwechselung in der Lectüre.
6) Endlich sey man weder für noch wider den Schrift-steller, oder den von ihm behandelten Gegenstand eingenom-men, um frey von allem Vorurrheile, weder Behauptungenauf Treue und Glauben hin anzunehmen, noch auch Gründender Vernunft hartnäckig das Ohr zu verschließen.
§. 20 .
Hülfs mittel, unseren Erkenntnissen Klarheitund Deutlichkeit zu verschaffen.
Der Mangel an Deutlichkeit und Klarheit unsererErkenntnisse ist eine Unvollkommenheit, die in der Schwacheder Erkenntnißkrafc, in dem Mangel nothiger Vorkenntnisse,in der Unvollkommenheit unserer Sinneswerkzeuge, und indem Mangel an Aufmerksamkeit und Abstraktion ihre vorzüg-lichsten Quellen har.
Diesen Mängeln abhelfen, heißt sich in den Stand setzen,deutliche und klare Erkenntnisse zu erlangen. Die Erkenntniß-krafc wächst mir der Entwickelung des Körpers, kann durchÜbung vervollkommnet werden, und vermindert sich mit derabnehmenden Lebenskraft. Liegt der Grund undeutlicher undverworrener Vorstellungen entweder in dem Mangel der erfor-derlichen Vorkenntnisse, oder in kranken, unvollkommenenSinneswerkzeugen, so liegt das Mittel zur Abhülfe einzig inder Erwerbung der fehlenden Hülfswissenschaften, und in derHeilung, Stärkung und Vervollkommnung der kränklichen
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