Dieser Begriff würde aber logisch-falsch werden, wennman in denselben auch die widersprechenden Merkmahle vonbeschranktem Willen, leidenschaftlicher Handlungsweise u. dgl.ausnehme» wollte.
Was logisch-falsch wäre, kann indessen noch alspoecisch-wahr gelten, so bald keine absolute Unmöglichkeitdabey vorhanden ist. So z. B. ist es logi sch -wahr, wenneinem Baume Bewegung zugeschricben wird; aber es wärekogisch -falsch, wenn man diese Bewegung für will-kührlich annehmen wollte. Ariost chut es dennoch; er laßtdie Baume in Alcinens Zaubergarten (verwandelte Ritter)sich willkührlich schütteln, zittern, sprechen »d s. w.
§- 9 -
Abso lute und relative Begriffe.
Der relative Begriff wird nur in Vergleichung mitandern gebraucht, und hiernach so bestimmt, dasi das in dem-selben liegende Relative sich durch die Vergleichung vielfachverändern kann. Relativ z. B. sind die Begriffe groß undklein, dick und dünn u. s. w. Wergegen einen Men-schen als klein erscheint, kann gegen den andern für großgelten.
Der absolute Begriff schließt das Relative ganz aus,da er durch Vergleichung mit andern nicht verändert werde»kann; z. B. der Begriff; Gott.
§. io.
Intellektuelle und empirische Begriffe.
Der empirische Begriff wird bloß aus dem Kreise derErfahrung durch sinnliche Wahrnehmungen abgeleitet; z. B.schön, häßlich, gesund, krank u. s. w.; der intellektuelledagegen enthält nichts in sich, was zur Körperwelc gehört;z. B. Pflicht, Recht u. s. w.