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In der allgemeinen Logik werden die Gesetze füralles Denken überhaupt, das ist, die allgemeinen Regelndes Denkens vorgetragen. Die besondere Logik lehrt dieAnwendung der allgemeinen Denkregeln auf gewisse beson-dere Gegenstände; so kann es z. B. eine Logik der Sprache,der Geschichte, der Naturlehre u. s. w. geben.
Die allgemeine Logik, welche hier vorgetragenwird, zerfällt in zwey Theile, die reine und die ange-wandte.
Die allgemeine reine Logik handelt von den Gesetzendes höhern Erkenntnißvermögens, nähmlich von denen desVerstandes (des Vermögens, allgemeine Begriffe zu bilden),der Urtheilskraft (des Vermögens, mehrere Begriffe miteinander zu verbinden), und der Vernunft im enger»Sinne (des Vermögens, Schlüffe zu ziehen).
Die angewandte allgemeine Logik lehrt die Anwen-dung der reinen Logik auf die Beförderungsmittel und HLnder-itiffe des Denkens, welche bey dem denkenden Subject eintre-ten können. So untersucht sie die Quellen der Jrrthümer,welche durch die Sinne, Einbildungskraft, Leidenschaften,Vorurtheile u. dgl. veranlaßt werden; sie lehrt die Mittel,jene Jrrthümer zu vermeiden, die Regeln, welche wir bey derPrüfung und Erklärung irgend eines Dinges, bey Verteidi-gung oder Überlegung einer Meinung u. s. w. zu beobachtenhaben.
Reine allgemeine Logik.
h. r.
Von den Begriffen überhaupt.
Wir können über einen Gegenstand nur dann richtigdenken, wenn wir von demselben deutliche Begriffehaben. Durch Begriffe bekommen wir unsere vorzüglichsten,notwendigsten und wichtigsten Kenntnisse. Es handelt sich alsozuerst darum, bestimmt zu wissen: was ein Begriff sey.