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glaube ich nicht, baß sie improvisiert war. Die Heraus-sordeiung war nicht die erste ihrer Art gewesen, und Sätzewie diese werden nicht improvisiert, Leidenschaft ersinnt undformt sie in Einsamkeit, während der träge und unpossionierteDurchschnitt schläft. Leidenschaft arbeitet ruhelos daranund gibt ihnen den Glanz, den Witz und die Würde, wo-vor die Gewalt aus eine kurze Minute wenigstens den Blicksenken soll.
Was ist die Moral? Die Moral ist, daß man dieDinge so ausdrücken soll, als gelte es, irgendeineGewalt zu zwingen, die Augen davor nieder-zuschlagen. Tatsächlich ist alles gut Gesagte gleichsamin dieser Absicht gesagt. Der Ursprung des Wunschesaber, eme Sache siegreich anszuörücken, ist Liebe. Liebezur Sache, Passion für die Sache, Erfülltheit von ihrist die Duelle alles formalen Glanzes, und Sachlichkeitist der Begriff, von dem der Pädagoge auszugeken hat,der die Jugend eines unrhelorischen Volkes zuin schönenAusdruck zu erziehen wünscht. Es gilt dabei, das natio-nale Vorurteil zu brechen, daß Sachlichkeit und Schön-heit einander ausschlössen, — ein Vorurteil, das auf demMißverständnis beider Teile beruht. Denn Sachlichkeitist nicht Lieblosigkeit und Schönheit nicht rhetorischerSchwulst. Wem aber erschiene wohl eine schlaffe, schiefe,redensarkliche und abgeschmackte Ausdrucksweise als Hul-digung für die auszudrückende Sache? Man muß dieKnaben so fragen. Man muß sie überzeugen, daß Sach-lichkeit nicht häßlich ist, daß im Gegenteil höchste Sachlich-keit die schimmernde Prägnanz, die schlagende Heiterkeitbesitzt, die sich aus der Passion für die Sache und aus derBeherrschung der Sache ergeben. Man muß ihnen be-
Mann Rede und Antwort
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