Druckschrift 
Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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Ein deutscher Fürst findet sich durch mein Buch in seinermodernen Menschlichkeit gekränkt, das tut mir leid,aber es wäre nicht nötig gewesen, und ich bin nicht ohneHoffnung, ihn versöhnen zu können. Er glaubt, sich undseinenStand" (kein schönes Wort; wenn es nach mirginge, so dürfte so wenig von einem Fürsienstande wie voneinem Dichterstande die Rede sein) gegen den Vorwurf derWelt- und Lebenssremdheit verteidigen zu müssen, aberdas ist ein Mißverständnis, das ich wohl beseitigen möchte.Von Anfang an sind alle die Beurteilungen meiner Er-zählung mir unverständig und unzulänglich erschienen, welchesie allzu real nahmen, die politischen, sozialkritischen Ele-mente darin über Gebühr betonten und die geistig-dichte-rischen, bekenntnishaften darüber zu kurz kommen ließen.Das Urteil des hohen Herrn, der auf so temperamentvolleArt gegen mein Buch polemisiert, ist, leider, von dieser Art:mit dem Unterschied, der Entschuldigung freilich, daß er all-täglich inmitten der eigenartigen Wirklichkeit lebt, die mirals allegorisches Kleid für mancherlei ideelle Absichten dienenmußte, und daß er das Konstruktive, das Absichtliche meinesBuches also notwendig störender empfindet, als ein bürger-lich Geborener.