Äußerung über Peter Altenberg
Ilm mich zu einem Beitrag für Ihr Altenberg-Buch zuermutigen, sagen Sie mir, der Dichter habe im Gesprächmit Ihnen zuweilen freundlich-beifällig meiner gedacht.Wahrhaftig, das freut mich! Es freut mich beinahe un-persönlich, auf philosophische Weife. Denn es zeigt mir diegeistige Welt wieder einmal so wohl eingerichtet, daß un-glückliche Liebe darin nicht vorkommt: es hat mit der Sym-pathie dort immer feine gegenseitige Nichtigkeit.
Ich werde nie das Entzücken vergessen, mit dem ich, esmüssen nun einige 20 Jahre sein, „Wie ich es sehe", zuerstin Händen hielt. Die literarische Revolution, in die wirheute Fünfundvierzig- oder Fünfzigjährigen hineingeborenwurden, die unsere Jugend als Lebenslust umgab, trugmöglicherweise einen weniger rasanten Charakter als diegegenwärtige, — nicht gerade, daß sie, wie diese, so weitging, Ideen und seelische Güter, von denen der Kontinentnebst anliegenden Inseln seit Hoo Jahren lebt, zum altenEisen zu Wersen. Auch ließ, vergleichsweise, die Stramm-heit ihrer Organisation zu wünschen übrig, ihr Sozialismusreichte nicht aus, individualistische Zersplitterung, einsam
Ntann, Rede und Antwort
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