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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
302
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Teile von ähnlichem Umfang umfaßt. Um was handeltes sich? Um Schulerfahrungen, FerienouSstüge, Knaben-gefpräche, Lehrerfiguren, um ersie Liebe und keimendesDichtertum, um Krankheit, Genesung und Kindheitsdäm-merung, nur um ein wenig Leben, mit einem Wort,ganz ohne Fabel und Spannung, gegeben mit einer Kunst-losigkeit, die zuweilen wie ein Jenseits der Kunst amnutet,wie ein höchst anständiger Widerwille gegen Kunst oderdoch gegen Künste man sehe die eigentümlich keuschwirkende Behandlung des Dialogs, bei dem oft sogar dasepischeSagte er" gespart und nur der Name des Reden-den der Replik oorangesetzt ist.

Es ist sein Schauplatz, dem der Roman nicht nur eingut Teil seiner poetischen Möglichkeiten verdankt, der ihmauch seinen Wert als Zeit- und Kulturdokument verleiht:dies Milieu eines modernen thüringischen Erziehnngsin-stituts, einerfreien Schulgemeinde". Landschaftsschilde-rungen von zarter Leuchtkraft entstehen, wo der Autor seineSchülerwanderungen durch den Thüringer Wald herauf-beschwört; Freiluftszenen, Bilder einer philosophisch betontenKörperfreudigkeit, Wintersporttreiben, mit sachlichster Teil-nahme dargestellt, vergnügen das innere Auge; und derspekulative Drang junger Leute, die sich nach neuen, radi-kalen und noch umstrittenen Grundsätzen gebildet und ge-lenkt fühlen, tut sich in jenen lyrischen und grüblerischenGesprächen kund, von denen das Buch voll ist, Ge-sprächen von einem sehr deutschen Niveau, wie man hin-zufügen darf, wenn man dies Knabenbuch mit solchen an-derer nationaler Herkunft vergleicht. Auch Mowglis star-ker Dichter hat einen Schulroman geschrieben; aber diehumoristisch-stumpfsinnige Roheit seiner Boys findet rechtes