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Teile von ähnlichem Umfang umfaßt. Um was handeltes sich? Um Schulerfahrungen, FerienouSstüge, Knaben-gefpräche, Lehrerfiguren, um ersie Liebe und keimendesDichtertum, um Krankheit, Genesung und Kindheitsdäm-merung, — nur um ein wenig Leben, mit einem Wort,ganz ohne Fabel und Spannung, gegeben mit einer Kunst-losigkeit, die zuweilen wie ein Jenseits der Kunst amnutet,wie ein höchst anständiger Widerwille gegen Kunst oderdoch gegen Künste — man sehe die eigentümlich keuschwirkende Behandlung des Dialogs, bei dem oft sogar dasepische „Sagte er" gespart und nur der Name des Reden-den der Replik oorangesetzt ist.
Es ist sein Schauplatz, dem der Roman nicht nur eingut Teil seiner poetischen Möglichkeiten verdankt, der ihmauch seinen Wert als Zeit- und Kulturdokument verleiht:dies Milieu eines modernen thüringischen Erziehnngsin-stituts, einer „freien Schulgemeinde". Landschaftsschilde-rungen von zarter Leuchtkraft entstehen, wo der Autor seineSchülerwanderungen durch den Thüringer Wald herauf-beschwört; Freiluftszenen, Bilder einer philosophisch betontenKörperfreudigkeit, Wintersporttreiben, mit sachlichster Teil-nahme dargestellt, vergnügen das innere Auge; und derspekulative Drang junger Leute, die sich nach neuen, radi-kalen und noch umstrittenen Grundsätzen gebildet und ge-lenkt fühlen, tut sich in jenen lyrischen und grüblerischenGesprächen kund, von denen das Buch voll ist, — Ge-sprächen von einem sehr deutschen Niveau, wie man hin-zufügen darf, wenn man dies Knabenbuch mit solchen an-derer nationaler Herkunft vergleicht. Auch Mowglis star-ker Dichter hat einen Schulroman geschrieben; aber diehumoristisch-stumpfsinnige Roheit seiner Boys findet rechtes