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eigentlich! Befreiung, iininer iwch mehr Befreiung wäredas Wort und der Sinn der Stunde — und nicht viel mehretwas ganz anderes, nämlich Bindung?" — diese Fragewar, meinen Erlebnissen nach, wirklich die Frage Deutsch-lands an die Welt: und was der Empfindende in die Formunsicher zögernder Frage kleidete, das wagte der Denkerpositiv und geradehin auszusprechen: „Der Verstand hatzersetzt, was zu zersetzen war; des Sokrates Werk kann alsvollendet gelten." Des Sokrates — dessen in meinem Buchals des präexistenten „Zivilisationslikeraten" Erwähnunggeschehen war.
Jene Aufgabe, sagte ich, siel mir zu, d. h. ich wählte sienicht. Und diese Tatsache wappnet mich mit vieler sub-jektiver Ruhe gegen gewisse Zweifel an der Legitimität undZukömmlichkeit meiner Stellungnahme. Zwei Einwändemoralischer Art konnten gegen dieselbe erhoben werden. Dererste mochte der sein, ich hätte mich, aus egoistischen, ausGründen der Klugheit am Ende gar, aus die Seite derMacht, der sieghaften Brutalität gegen das Edle, das Zartegeschlagen, was zum mindesten einen Mangel an Hoch-herzigkeit bekunde. Der zweite der: ich hätte kein Recht ausmeine Position; ich selbst, soweit ich überhaupt in Betrachtkäme, sei ein Kind des Geistes und nicht der Natur, der„Leidenschafl" und der „Seele", ich selber ein Schriftsteller,ein Literat, ein kritischer Prosaist, eine demokratische Exi-stenz — und meine Wendung gegen Geist und Zivilisationalso nichts anderes als Renegatentum. Ich beantwortebeides.
Was den ersten Vorwurf, den einer unedlen Parteinahmefür die Macht betrisst, so darf ich ihn platt und sogarfalschmünzerisch insofern nennen, als er die Angelegenheit