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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
Seite
265
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26.5

in Perldruck, das >var alles, lind doch handelt cs sich nichtn,n ein Unternehmen irgendeines obskuren Querkopfes undunbeaustragken Beglückers, sondern der Name des Mannesist im Spiel, der uns, es sind wenige Monate, eines derreichsten Bücher der letzten Jahrzehnte, dasReisetagebucheines Philosophen" schenkte, und dem die Nation in ihrerdunkelsten Stunde den geist- und trostreichsten Zuspruch,die bewunderungswürdige Abhandlung vonDeutschlandswahrer politischer Mission" zu danken hatte.

Es war in der Tat diese Schrift mit ihrem Gedrängevon befreiend wahren und unendlich sympathischen Gedanken,die mich ursprünglich zu Ihnen führte und jene ehrerbietigeFreundschaft für Ihre geistige Existenz in meinem Herzenweckte, die nun den Grund abgibt für das Vertrauen,womit ich Ihr Planen und Unternehmen im Wirklichenbegleite.

Ist es Zufall, daß die Forderung einer lebendigenEinheitvon Erkennen und Sein" von einem Edelmann erhoben wird inmitten eines Volkes, über dessen wesentlich bürgerlichenCharakter wir zu meiner Genugtuung einig sind? Was, imGrunde, bedeutet Bürgerlichkeit? Ich schlug, nachdem ichdie Lektüre Ihrer Schrift beendet, den Brief des WilhelmMeister an seinen Freund Werner auf, worin er ihm seinenHang zum Theater als Sehnsucht nach Korrektur und Vollen-dung seiner bürgerlich »»!harmonischen Menschlichkeit erläu-tert.Ich weiß nicht," schreibt er,wie es in fremdenLändern ist, aber in Deutschland ist nur dem Edelmann einegewisse allgemeine, wenn ich sagen darf, personelle Aus-bildung möglich. Ein Bürger kann sich Verdienst erwerbenund allenfalls seinen Geist ausbilden; seine Persönlichkeitgeht aber verloren, er mag sich stellen, wie er will. Er