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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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eine heikle Bewandtnis, und schwer wird es immer sein,sich da zu halten und zu stellen.

Man hat wohl gesagt, oder könnte sagen, der deutscheGeist dürfe nicht gar zu deutsch sein, wenn er recht deutschsein wolle, und das sei das deutsche Paradoxon. Aber istdieses Paradoxon wirklich so ganz besonders deutsch undnicht viel mehr europäisch? Ich meine: Handelt es sichbei dem Univcrsalismus, dessen die Insel-Bibliothek einZeugnis ist, nicht vielleicht um schöne Reste und Trümmereines großen seelischen Einheitsbaues, edle Trümmer, wiesie in allen Ländern der Christenheit vorhanden sind undnach jahrzehnte-, jahrhundertelanger Verschüttung immerwieder zutage gefördert werden? Ein Franzose des neuenGeistes, ein Mitschöpser und Initiator dieses neuen, starkgermanisch infiltrierten, stark antilateinischen Geistes, AndrsSuarös, Melancholiker, Musiker, Aristokrat, Nordmenschund Liebhaber des Meeres, hat geschrieben:Es ist dieBestimmung des französischen Geistes, daß er nicht französischgenug ist, wenn er nicht auch europäisch ist . . . Ich weißnur eine Art, ein guter Europäer zu sein: mit Machtdie Seele seiner Nation haben und sie mit Machtnähren von allem, was es Einzigartiges gibt in der Seeleder anderen Nationen, der befreundeten oder der feindlichen.Die feindlichen sind uns befreundet in dem, was sie Großeshaben; und wenn wir der Schönheit gehören, gehören unsihre schönsten Werke . . . Europäsch sein: deutsch sein mitGoethe und Wagner; italienisch mit Danke und Michel-angelo; englisch mit Shakespeare; skandinavisch mit Ibsen;russisch mit Dostojewskij: alle diese Gewalten an sich reißenund sich nicht verlieren dadurch, daß man sich in sie auS-strömt." Kann man sichdeutscher" ausdrücken? Er