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selten oder nie erhörter Schicksale wirkt, zu denen ein irren-der Mensch durch Gottes Willen berufen war, aber nieeigentlich als wunderbar im Sinne des Außernatürlichenund Unverantwortlich-Märchenhaften. Schon ihre auto-biographische, bekenntnismäßige Form trägt dazu bei, daßihr Anspruch auf Wahrhaftigkeit und Realität strenger alsbeim unpersönlich fabulierenden Märchen betont erscheint,und wenn es darauf ankäme, sie mit einem Gattungsnamenzu bestimmen, so wäre, meinen wir, der einer „phantastischenNovelle" zu wählen.
Das der Lafontaine-Lektüre entstammende Motiv wirdsogleich auf den ersten Seiten mit Glück verwandt durchdie überaus diskrete Einführung des Grauen — jenes „stillen,dünnen, hageren, länglichen, älteren Mannes", der aufHerrn JohnS Garden-Party zum Entsetzen des Erzählersin aller Demut und Dienstbereitschast nicht nur eine Brief-tasche und ein Fernrohr, sondern einen türkischen Teppich,ein komfortables Lustgezelt und drei aufgezäumte Reitpferdeaus seiner „knapp anliegenden" Schoßtasche hervorzieht.Es ist der Teufel, und er ist vorzüglich gezeichnet — nament-lich in der Szene zwischen ihm und Schlemihl auf demfreien Rasenplatz. Nichts von Pferdefuß, Dämonie undhöllischem Witz. Ein überhöflicher, verlegener Mann, derrot wird (ein köstlich überzeugender Zug), als er die ent-scheidende Unterredung wegen des Schattens einleitet, undden auch Schlemihl, zwischen Respekt und Grauen schwan-kend, mit bestürzter Höflichkeit behandelt. Was der sonder-bare Liebhaber ihm für den Schatten zur Auswahl bietet,sind gute, altvertraute Dinge: die echte Springwurzel, dieAlraunwurzel, Wechselpfennige, Raubtaler, das Tellertuchvon Rolands Knappen, ein Galgenmännlein, Fortunat!