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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
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Gedichte, die solchen Hang zu grossen Stoffen bekunden,sind etwa:von ^ncmiro iVlsrgnss Verclußo 6s los vs-Annes", die auch von Balzac vorgetragene Geschichte jenesjungen spanischen Granden, der aus heroischen Gründendas französische Bluturteil an der eigenen Familie zu voll-ziehen sich unterwindet; fernerVergeltung", die wahrhaftpeinigende Anekdote von dem Henker, der den gräflichenVerführer seiner Tochter im Schlaf mit dem Schandmalstempelt; oder auch der berühmte TerzmenbauSalas yGomez", welcher, im Wendtschen Musenalmanach von 162gzuerst erschienen, in der schöngeistigen Welt geradezu Sen-sation machte und die literarische Stellung des Verfassersauf immer befestigte. Wir verstehen heute nicht ganz dieBewunderung, die damals dieser schreckhaften Robinsonadezuteil wurde. Ist ihr dichterischer Wert nicht ein wenigproblematisch? Was vermochte eigentlich den Dichter, diejammervolle Geschichte des jungen Kaufmanns, der, durchSchiffbruch auf eine nur von Wasservögeln belebte Inselverschlagen, dort hundert Jahre alt wird und sein Elendin drei Schiefertafeln kratzt, durch seine Sprachkunst zu ver-klären? Er hatte auf seiner Weltreise die nackten Klippenvon Salas y Gomez gesehen und sich schaudernd gesagt, daßein dort Ausgesetzter wohl nur allzu lange von Vogeleiernsein Leben zu fristen vermöchte, Grund genug für ihn, mehrals dreihundert Verse mit diesem Schauder zu erfüllen, abernicht völlig Grund genug für uns, die Sache fonderlich inter-essant zu finden. Was auch wir ohne Rücksicht bewundern,ist die Form des Gedichtes, das getriebene Erz dieser Sprache,und es ist sicher, daß, wie Platen die vollkommensten deutschenSonette geschrieben hat, Chamisso in unserem Sprachbereichder meisterlichste Terzinenschmied genannt zu werden verdient.