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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
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als Elisabeth von Rußland ihren Liebhabereien erlag undein armer Tropf namens Peter zum Thron gelangte, derFriedrich blöde verehrte und nachäffte und sofort mit ihmFrieden schloß. Aber der König mußte noch ein paarSchlachten gewinnen, bevor man endgültig einfah, daßnichts mit ihm anzufangen war, und erschöpft von ihmabließ. Er kehrte nach Haufe zurück.

Er hakte nichts Greifbares gewonnen, und feine Länderwaren verheert, verwildert, verarmt, entvölkert. AberPreußen stand, nicht ein Dorf hatte es verloren, Schlesienwar bewahrt und Zweck und Ziel der großen Koalitionvollkommen verfehlt. Das war eine schwere Demütigungdes Erdteils durch den einen Mann. Der Spruch desFatumS hatte gegen alle Wahrscheinlichkeit für ihn ent-schieden, das Urteil anzufechten war untunlich auf langeZeit, man mußte Preußen, mußte Deutschland den Wegfreigeben, welcher sich auch hinfort als ein Weg erwies,so steil und fchickfalsvoll, an mächtig erzieherischen Wen-dungen so reich, wie keiner, den ein Volk je gegangen.

Was Friedrich betraf, so war fein Lebensabend, der sichnoch lange hinzog, kalt, trübe und abstoßend. Sein Cha-rakterwar nach den furchtbaren sieben Jahren noch höhnischerund boshafter denn zuvor. Da er übermenschlich gekämpftund gelitten hatte, sah er in allem Menfchenvolk um ihnher nur Pack und kinderzeugendeS Gesindel. Es bleibt un-verständlich, warum er, bis an den Hals voll Verachtung,für dieses Gesindel so ungeheuerlich zu arbeiten fortfuhr,rastlos sich der Aufgabe unterzog, das Unglück, das erverursacht hatte, wieder gutzumachen, dem Ackerbau, denFinanzen seines Landes zur Genesung half, ganze Indu-strien hervorrief, eine weitere Provinz hinzuerwarb und sie