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sofern es nämlich Friedrichs Kampf gegen Europa als einenreinen Verteidigungskrieg anfprechen will. Die Streitfrageder Historiker, ob er das wirklich gewesen — oder nicht viel-mehr ein Angriffskrieg, will nicht verstummen, sie ist heutelauter als je; und doch liegen die Dinge zu verschränkt, alsdaß eine schlicht entscheidende Antwort am Platze wäre. Inseinen allerletzten Gründen war dieser ungeheuerliche Kampfein Angriffskrieg: denn die junge, die aufsteigende Macktist psychologisch genommen immer im Angriff, und die an-deren, die bestehenden Mächte sind es, die sich gegen sie zuverteidigen haben. Etwas weiter gegen die Oberfläche warer ein Verteidigungskrieg: denn Preußen war ja „eingekreist"und sollte baldtunlichst vernichtet werden. Er war dannwieder ein Angriffskrieg, indem Friedrich ihn zuvorkommendvom Zaune brach. Er war abermals ein Verteidigungs-krieg: denn einer gegen fünf, das läuft jedenfalls auf Ver-teidigung hinaus, auch wenn der eine die Kriegserklärungversandt — oder eg vielmehr auch noch unterlassen hat, siezu versenden. Und er war fünftens wieder ein Angriffs-krieg, indem die schwerste und verzweifeltste Verteidigungsich notwendig in die Form des Angriffs rettet. „Dem Feindin den Hosen gesessen!" „Angriff, Angriff!"clöno töujours!" Darauf hatte er instinktmäßig seineTruppen eingeübt, das hatte er ihnen selbst zum Instinktgemacht, und damit führte er den Krieg, ungeachtet derFreundesstimmen, die ihn ermahnten, sich doch ja „defensiv"zu verhalten — in Situationen wie der vom Jahre 17L9,als ihm die Russen zur Linken, Daun zur Rechten und dieSchweden im Rücken standen.
Was er an BundeSgenoffenschafk besaß, war der Redenicht wert. England betrachtete ihn als seinen Soldaten