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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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js suis Roi!" Auf deutsch:Die Possen haben ein Ende!"Das ist die Stelle bei Shakespeare, die schönste vielleicht inseinem ganzen Werk, wo jemand unter einem ebensolchenBlicke zu jemandem sagt:Ich kenn dich, Alter, nicht."

Einiges, was der junge Herr gleich in den ersten Tagentut, hat ja literarischen Habitus, ist also keck und etwasextravagant. Er schasst die Folter ab, desto besser fürdie Diebe. Er erklärt, daß Gazetten, wenn sie ein bißchenamüsant sein sollen, nicht geniert werden dürfen, und hebtdie Zensur auf (führt sie übrigens ein Jahr danach wiederein). Er proklamiert religiöse Toleranz, nun, das istdie berühmte Aufklärung. Aber was wird aus dem galanten,üppigen, sorglosen Mnsenhos, den man sich erträumt hatteund an dem die Mode und der schöne Geist herrschen sollten?Gar nichts wird daraus. Der Herr ist vor allen Dingenauf einmal eisern sparsam. Nichts von Gehaltserhöhungfür die Beamten. Nichts von Aufhebung der hohen Zölle, wie sehr auch gewisse Leute sich aus dergleichen gespitzthaben. Die Domänenkammern bekommen ausdrücklicheWeisung, daß das genaue Finanzsystem des hochseligenKönigs strikte zu respektieren ist. Finanzminister Boden,ein verhaßter Geizkragen, bleibt. Von Vertrauensseligkeit,Lässigkeit, Sorglosigkeit auch nicht eine Spur. Jedemwird aus die Finger gesehen wie nie zuvor. Damals wares, daß Baron von Pöllnitz, Oberzeremonienmeister, wört-lich den Seufzer tat:Ich wollte hundert Pistolen geben,wenn ich den alten Herrn wiederhaben könnte!"

Kein irgendwie grundstürzender Systemwechsel also, keineZügellockernng in der Verwaltung, keine neuen Gesichterim Ministerium. Aber eines bleibt doch wohl sicher: Dieverkörperte Zivilitäk ist zur Herrschaft gelangt, die Literatur