Uber einen Spruch Fontanes
(Jegenstand dieser Zeilen ist der schöne Spruch, den manin Theodor Fontanes Nachlaß fand und mit dem OttoPniower in der „Vossischen Zeitung" (Abendausgabe vomMai) sich beschäftigt hat. Die Verse lauten:
„Leben: wohl dem, dem es spendetFreude, Kinder, täglich Brot,
Doch das Beste, was es sendet,
Ist das Wissen, das es sendet,
Ist der AuSgang, ist der Tod."
So (mit dem stillen Semikolon nach deni ersten Wort;das Ausrufungszeichen, das Herr Pniower versehentlich seht,ist ganz unfontanisch; das Wort „Leben" wird hier nichtausgerufen, sondern nachdenklich hingesagt) — so also stehtdag kleine Gedicht in dem von Josef Ettlinger heraus-gegebenen Nachlaßband, und so ist eg auch in die große,bei Fontane L Co. erschienene Gesamtausgabe der Werkeund Briese eingegangen. In der Fischerschen Ausgabe,die eben komplett wurde, ist es entstellt. Man hat da imdritten und vierten Verse die beiden Relativa vertauscht,so daß sich auf „das Beste" ein „das" und auf „dasWissen" ein „was" bezieht, — ein Lapsus, störend, aber
Mann, Rede und Antwort