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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
Entstehung
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ernst, beobachtete, von denen dag Mädchen, fünfzehnjährig,im gestreiften Kattunkänger, Ledergürtel lind Matrosen-kragen, ihm den sinnlichen Anhalt für die liebreizende Figurder Effi bot. Wir wissen:ein Backfisch mit einem Mozart-zopf" gehörte damals schon zu den Dingen, die ihn in dieserWelt noch festhielten; fünfzehn Jabre waren es nachgeradeund ein Matrofenkragen, wag ikn entzückte. Die Anekdotehatte damals schon gezündet; eine befreundete Dame hatteihm die ganze Esst Briest-Geschichte eine geschehene Ge-schichte erzählt. Aber wer zweifelt, daß sie eist durchdie Erscheinung der kleinen Meihoöistin Leben und Kunst-kraft gewann? Er saß, und seine geistige Sinnlichkeit war-tete. Die beiden jungen Menschenkinder traten an die Brü-stung. Da wurde das Meisterwerk empfangen.

Diese Einzelheiten sind uns nicht neu, aber es tut nichts,man börr sie dankbar noch einmal aus dem Mund einesSprechers, der unsere Liebe so reich mit Erkenntnis zu speisenweiß. Wandrei) zeigt uns öasKunstwerk als Kunstwerk, seinentechnischen Bau, seine matheinatisch schönen Größenverhält-nisse, die unbewußt wobltun, wie sie ohne Zweifel unbewußthergestellt wurden oder sich herstellten: und vor denendasverschleppte Urteil von Fontanes Lässigkeit und behaglichemAbschweifen auf Kosten der Komposition verstummen muß".

Noch einmal", sagt er,sind in einem Werk alle Vor-züge Foiitonischer Kunst vereinigt: der wohlproportionierteBau des Ganzen, das Durchkomponierte des Einzelnen, dasAbieuchken der Szenen und Situationen bis in die Winkel,das ausgesprochen Sinnvolle auch des nicht eigentlich Be-rechneten, kurz, alle Tugenden der sogenannten Ver-standespoeten von Lesstngs Ahnenschaft her . . . Was aberFontane . . . auszeichnet, ist die Unabsichtlichkeit und