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Rede und Antwort : gesammelte Abhandlungen und kleine Aufsätze
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als gute Stücke gespielt hat." So ist es in der Ordnung.Der Rang eines Theaters bestimmt sich danach, wie gutoder schlecht dort Komödie gespielt wird, nicht danach,in welchem Maße es die Literatur begünstigt; und für un-sere Bühnenschriftsteller sollte es sich darum handeln, guteTheaterstücke mit möglichst hohem, dichterischem Werk, nichtdarum, Dichtungen unter möglichster Berücksichtigung desTheaters herzustellen. Das Schauspiel ist nicht eigentlichein Literaturzweig, und derjenige, welcher von der Bühneherab zu wirken wünscht, sollte sich nicht so sehr als Dichter,denn als Theatermann und Angehöriger eines theatralischenBundes fühlen. Diel mehr, als es jetzt der Fall ist, solltendie Schauspiel-Verfasser wieder in und mit dem Theaterleben, ja, eine Versöhnung, ein Jneinanöer-Aufgehen derInteressen ist vielleicht erst möglich, wenn der Bühnendichterwieder unmittelbar zur Schauspielerschaft gehört, als Dichteraus ihr hervorgehk.

Wünsche ich, dem Theater gerecht zu werden ja odernein?

Ich möchte über all dem Wohlwollen das Drama nichtallzu kurz kommen lassen. Ich mißbillige aufrichtig jedeSchreckensherrschaft der Literatur über das Theater, manhat es gesehen. Aber ich würde ungern den Anschein er-wecken, als wollte ich einer Diktatur des Theaters un-seres Theaters aus dichterischem Gebiete das Wort reden.Es wurde anerkannt, ja betont, daß das Schauspiel eigent-lich kein Literaturzweig sei, und sicherlich wäre es das Natür-liche, das Gesunde, das Ideal, wenn man eine Unter-scheidung zwischen Drama und Theater überhaupt nicht zumachen brauchte. Aber die Trennung besieht, sie ist an-erkannt von den Größten, und so muß es erlaubt sein, dem