Bilse und ich
Bilse, man erinnert sich, ist der glänzende Militär, deruns das Epos von der „Kleinen Garnison" bescherte. ZuLübeck nun, meiner Vaterstadt, ist neulich beim Austrageines Preßprozesses, eines geräuschvollen, für uns aber un-beträchtlichen Handels, viel und heftig von uns beiden dieRede gewesen: von Bilse und mir, oder eigentlich von meinemRoman „Buddenbrooks", einem Buche, das in jedem Skan-dalprozeß unbedingt zur Sache gehört, und zwar darum,weil seine Figuren zum Teil nach lebenden Personen gebildetsind, weil ich Heimatserinuerungen verschiedener Art, ehr-würdige und skurrile, an Menschen und Verhältnisse, dieauf meine empfängliche Jugend Eindruck gemacht, darinzu einigem Leben erweckt habe. Der Vertreter der Klagezumal hat meinen Namen und den meiner Erzählung be-ständig mit großer Strenge im Munde geführt; und inseinem Plädoyer hat er schließlich, indem er von „Bilse-Romanen" sprach, als Beispiel für diese neue und skan-dalöse literarische Gattung den Roman „Buddenbrooks"nachdrücklich namhaft gemacht. „Ich stehe nicht an,"jagte er, „laut und offen zu behaupten, daß auch Thomas