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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
Entstehung
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Harems Thür steht offen, Christ

Tandaradai!

Wenn das die Frau Christin müßt!

Gleichen (zum Sänger).

O das ist reizend ist das Liedlein neu?

Kunigunde.

Ich könnt' nichts hören, als das Tandaradai.

Minnesänger (fortfahrend).

Sternlein versteck Dich darfst's nicht misten,

Du könnt'st dem Mond es plaudern zu

Himmel bedeck Dich kannst Du küssen?

Weist Du, was Lieb' ist, Ritter Du?

Meeresstille, Sturmgebraus!

Tandaradai!

Wieder still, mein Lied ist aus.

Gleichen (zum Sänger).

O welch' ein allerliebstes Liedelein,

Wie Zauber hör' ich's noch im Ohre klingen,

Das muß Er mir, wenn wir nachher allein,

Bei einem vollen Glas noch einmal singen.

Kunigunde.

Was soll denn diesesTandaradai" bedeuten?

Minnesänger.

Nur ein Refrain, wie's Brauch bei Sangesleuten.

Mönch (die Hände reibend, vertraulich zum Grafen).

Nun Graf was meint Ihr zu dem Kreuzzug sprecht?Gleichen.

Hm, hm, was meinst Du dazu, Kunigunde?

Kunigunde.

Verzeiht, ein deutsches Weib spricht schlecht und rechtAus freiem Herzen und mit freiem Munde,