der Hertzens=Gesprächen.„eben diß ist das Leben eines Christen-„Menschen.Wohin man auch sonst äusserlich gelan-gen mögte / ob es Erhöhungen oder Ernie-drigungen sind / so gehets alles mit der Zeitvorbey; und ist deßwegen nicht groß zuachten.Sondern lasset uns / in der Gnade / dieuns gegeben ist / hurtig und ernstlich zuwircken uns befleissigen; und übrigens inAnſebung aller andern Schickungen [undWege] des HErrn / über uns oder überandere / ruhig und zufrieden bleiben.Und was uns auch der HErr nicht mögtegeben wollen / oder nicht gegeben hat / daslasset uns Ihm überlassen / und uns auchselbst nicht geben [wollen.]Das XXXVII Capitel.Daß man die Bestraffung, und alle andere Din-ge, so auffnehmen und dahin richten müsse,daß sie in uns vermehren die Liebe und dieSanfftmuth Christi, dessen Werckzeugewie seyn sollen.Wann wir mit Recht bestraffet werden /so thut man uns wol daran / weil daneben das geschicht / was wir selbst wünsche-ten /5 5
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
Entstehung
Seite
177
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten