164Das XXXIII CapitelGemüth frölich auff / in dem Licht der unveränderlichen Warheie.Auch selbst mitten unter den Lästerun-gen / Beschämungen / Verschmähungen /Pein / Schmertzen und Trübsalen / über-windet und unterstützet sie die Schwacheit und Gebrechlichkeit der Natur / durchdie Krafft des Geistes / und führet alle Zu-fälle der Dingen in ihrem stillen GemüthStande ein.Und endlich so müssen ihr auch selbst dieveränderliche Abwechselungen der Dingenzu ihrem Nutzen beförderlich seyn.2. Es ruhet eine solche Seele nimmerob eőmehr in etwas / das ihr begegnet /schon in sich gut seyn mögte: dann eben dawo sie anfängt still zu stehen / da fäng auchan ihre Gemüths=Weite abzunehmen;Sondern sie gehet als immerfort wei-ter / und bricht durch alle Vielfaltigkeitdurch / welche den Geist einiger massenmögte verhindern können: indem sie steteim Stande ist / einen freyen und völligenEinkehr zu üben / zu dem Einen / Höchstenund unveränderlichen Gut / welches alle-zeit und überall gegenwärtig ist.3. Und
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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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