159der Hertzens=Gesprächen.grössere Ehre GOttes drinnen wäre / daßer im Augenblick (f) in den Abgrund derHöllen fallen / als daß er im höchsten Chorder Engel seyn solte; so würde er darinnicht den geringsten Widerspruch inwen-dig fühlen.Und was solte dann ein solcher umb ge-ringe und täglich vorkommende Zufällesich bekümmern / der also loß gemacht vondem / das ihm in der Ewigkeit wiederfah-ten mag / frey im Geiste lebet?Das XXXII Capitel.Von den übernatürlichen Wirckun-gen von dem Kuß des Worts undder Ewigen Weißheit / in dem Men-schen / der sein Gesicht demselben zu-kehret. Was die Geburt des Wortsin der Seelen erfordere / und wassie daselbst wircke.Es küsse mich mit dem Kuß seinesMundes (g) das [Ewige] WortzBräutigam vereinige mich mit sichselbst / und die Weißheit gebähre ohne Un-ter-Vide Hieron de Script. Eccl. in Vit. S. Igna-tà Episc. Antioch.(g) Hohel 1:1.
Druckschrift
Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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