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Thomae à Kempis Bücher Von der Nachfolge Jesu Christi : Auffs neue, nach einer der allerältesten Handschrifften, treulich übersetzet, und an statt des Vierten Buchs vermehret mit denen Göttlichen Hertzens-Gesprächen des Gottseligen Gerlachs, insgemein genandt der andere Thomas à Kempis, nun erstlich verteutschet ...
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Seite
145
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145der Herzens=Gesprächen.alle fremde Dinge (a) achtet sie gering undverachtet sie; das Angesicht und der Kußdes Bräutigams ist ihr allein gnug / worinsie alles hat / und nichts weiter suchet.Wann sie nichts hat von äussern Din-gen / welche von andern begehret und ge-sucht werden; so ist deßwegen ihre Herr-lichkeit und Vollheit nicht minder. Undwann sie es alles hat / wird dieselbe nichtgrösser; derhalben so kan sie alles ohneSchaden entbähren.10. Es mögen derhalben andere suchenwas sie wollen / der eine dieses / der anderewas anders: laß sie begehren und laß sieerlangen / laß sie getrieben und gejaget wer-den / und sich innerlich bekümmern und be-schäfftigen mit allerhand fremden Dingen:diese Seele achtet nichts groß / nichts köst-lich / nichts herrlich / nichts lieblich / als nurdas Angesicht des HErrn und den Kuß desBräutigams / alles andere ist ihr geringeund dürre worden [in ihren Augen.]Dan̄ sie ist eine von den keuschen Jungfrauen und reinen Bräuten / welche (un-(a) Aller überfluß / der mein GOTT nicht ist.ist mir nur Dürfftigkeit. August.